Heute, am 21. März, wird der Welt-Down-Syndrom-Tag gefeiert. Wie im letzten Jahr möchte ich das zum Anlass nehmen, drei schöne Dokus mit euch zu teilen, in denen es um Menschen mit Trisomie 21 geht. Meinen Blogbeitrag von 2020 findet ihr hier.
Jedem, der sich mit Trisomie 21 auseinandersetzen möchte, kann ich außerdem das Projekt Touchdown 21 empfehlen. Dort gibt es viele spannende Einblicke und Berichte, in denen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema beschäftigt wird. Hier geht’s zur Website.
Auf der Website des Magazins Ohrenkuss gibt es weitere spannende Inhalte, in denen es nicht UM Menschen mit Down-Syndrom geht, sondern die VON Menschen mit Down-Syndrom gemacht werden. Reinschauen lohnt sich! Hier ist der Link.
1. „Liebe macht mutig – zu zweit mit Down-Syndrom“, ZDF, 2020, Länge: ca. 30 Minuten
Emily und Erik sind 22 Jahre alt und sind seit drei Jahren ein Paar. Sie beide haben das Down-Syndrom. Ihr großer Wunsch ist es, zusammen in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen – um herauszufinden, ob das Zusammenleben zu zweit klappt, fahren sie zum ersten Mal ohne ihre Eltern in den Urlaub. Die Doku begleitet sie in diesem Urlaub, der als Probe für das Zusammenleben dienen und den beiden den Weg zu mehr Selbstständigkeit bereiten soll. Emily und Erik gewähren Einblicke in ihren Alltag mit all seinen Herausforderungen und erzählen von ihren Wünschen und Sorgen. Auch die Mütter der beiden und die beiden Betreuer:innen, die sie in den Urlaub begleiten, kommen zu Wort.
Die beiden Protagonist:innen machen einen wahnsinnig reflektierten Eindruck, und es ist total spannend, ihnen zuzuhören und sie auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten!
2. „Sophie unterwegs – Leben mit dem Down-Syndrom“, SWR, 2016, Länge: ca. 30 Minuten
Auch Sophie bereitet sich auf ihre Zukunft vor: Sie ist 20 Jahre alt, hat das Down-Syndrom und steht vor der Frage, was sie einmal beruflich machen möchte. Die Arbeit mit Kindern macht ihr Spaß, und sie kann sich gut vorstellen, in einem Kindergarten zu arbeiten. Die Kamera begleitet sie bei einem Praktikum in einer Kita. Außerdem besucht Sophie eine berufsvorbereitende Klasse, in der sie einen Einblick in verschiedene Berufe erhält. Neben der Berufsfrage beschäftigt die Doku sich auch mit Sophies Alltag: Ihre großen Leidenschaften sind das Theaterspielen und die Arbeit mit der Kamera. Sie hat sogar selbst an der Doku mitgearbeitet, hat eigenes Videomaterial beigesteuert und über die Inhalte mitentschieden.
Sophie ist eine starke Protagonistin mit ehrgeizigen Träumen und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Die Leidenschaft, die sie in ihre Hobbys und in die Erfüllung ihrer Träume steckt, sprechen aus der Doku!
3. „Down-Syndrom ist keine Krankheit“, WDR
Wie fühlt es sich an, das Down-Syndrom zu haben? Wie macht sich das Down-Syndrom bemerkbar? In dieser multimedialen Reportage von und über Menschen mit Down-Syndrom wird über viele verschiedene Fragen zu Trisomie 21 gesprochen. Die Reportage folgt dem Scrollytelling-Prinzip – man scrollt sich durch die Seite, auf der Video-, Audio- und Textbeiträge fließend ineinander übergehen. Behandelt werden folgende Themen: Fakten und Gefühle, Lernen mit Down-Syndrom, die Liebe, Pränatal-Diagnostik und Diskriminierung. Viele der Expert:innen, die hier zu Wort kommen, haben selbst das Down-Syndrom und räumen mit Vorurteilen und Klischees auf.
„Das Down-Syndrom ist keine Krankheit, es ist was Besonderes.“ So bringt es eine der Protagonistinnen der Reportage auf den Punkt. Besonders schön ist hier, dass nicht ÜBER Menschen mit Down-Syndrom gesprochen wird, sondern dass sie selbst als Expert:innen über Trisomie 21 aufklären und erklären, was sie besonders macht.
