Nach einiger Zeit kommt hier nun endlich mal wieder ein Beitrag mit drei Doku-Tipps! Es ist vielleicht etwas klischeehaft, aber passend zum Valentinstag habe ich dieses Mal Filme ausgesucht, in denen sich alles um die Liebe dreht. Das Thema ist natürlich unheimlich vielschichtig und es gibt eine riesige Menge an schönen Dokus dazu – ich habe drei davon ausgesucht, die ganz unterschiedlich und alle auf ihre eigene Art besonders sind. Genau das Richtige für das nasskalte Winterwetter!
1. „Unsere Lieben“, ARTE, 2020, Länge: ca. 75 Minuten
In „Unsere Lieben“ werden Menschen zwischen 18 und 30 Jahren in Deutschland und Frankreich porträtiert. Wie lieben sie? Welche Hoffnungen und Wünsche haben sie? Die vorgestellten Personen sind alle komplett unterschiedlich und erzählen ganz persönliche Geschichten aus ihrem Privatleben. Jede und jeder von ihnen sucht seinen/ihren eigenen Weg – ob konventionell, ungewöhnlich, kompliziert oder geradlinig. Schön ist, dass auch Beziehungsmodelle abseits der Norm vorgestellt werden, wie zum Beispiel eine (funktionierende) Dreierbeziehung.
2. „Liebe in Zeiten von Corona“, SWR/MFG, 2020, Länge: ca. 5–10 Minuten
Diese 20 Kurzfilme zeigen, wie Liebe während Corona aussehen kann. Die Filme sind zwischen fünf und zehn Minuten lang und stammen von unterschiedlichen Filmemacher*innen aus Baden-Württemberg. Kurzweilig, aber dabei trotzdem emotional, rührend und unterhaltsam – jeder Film nähert sich dem Thema „Liebe in Zeiten von Corona“ aus einer unterschiedlichen Perspektive. In „Alexa, bitte einen Walzer spielen“ geht es zum Beispiel um ein Paar, das seit 60 Jahren verheiratet ist und das die Sprachassistenz Alexa benutzt, um gegen die Corona-Einsamkeit anzukommen. „Hartmut oder die Liebe zum Schwimmen“ thematisiert keine zwischenmenschliche Liebe, sondern die Liebe eines Mannes zu seinem Hobby, dem Schwimmen. Und in „Und Küsschen“ gibt ein Hochzeitsfotograf Einblick in seinen Berufsalltag, der sich durch Corona stark verändert hat. In dieser Sammlung ist wirklich für jeden und jede etwas dabei! Die Filme sind übrigens im Rahmen eines Dokumentarfilm-Wettbewerbs von SWR und MFG entstanden.
3. „Liebe für alle!“, WDR, 2019/20, Länge: ca. 45 Minuten
Diese wunderschöne Doku-Reihe habe ich auf meinem Blog schon einmal erwähnt, aber ich mag sie so gerne und sie passt so gut zum Thema dieses Beitrags, dass ich sie einfach ein zweites Mal empfehle. In vier Teilen werden in „Liebe für alle!“ Menschen vorgestellt, die auf der Suche nach der großen Liebe sind. Das Besondere dabei: Sie alle werden häufig übergangen, wenn es um die Themen Liebe und Beziehung geht – etwa, weil sie eine körperliche oder geistige Behinderung haben, oder weil sie auf andere Weise nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Im ersten Teil der Reihe geht es unter anderem um die 22-jährige Jill. Sie hat das Down-Syndrom und sehnt sich nach einem festen Freund. Neben ihrer Mutter wird sie dabei von der Partnervermittlung „Schatzkiste“ unterstützt. Rafaella (20) ist aufgrund ihres Kleinwuchses im Alltag mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Auch sie sehnt sich danach, sich zu verlieben. Die letzte Beziehung von Tanja (30) ging in die Brüche, nachdem sie mit Anfang 20 einen schlimmen Autounfall hatte. Seitdem ist sie halbseitig gelähmt und auf viel Unterstützung angewiesen. Mit der Suche nach einem Partner möchte sie ihr Leben endlich wieder mehr selbst in die Hand nehmen.
