Am 21. März ist Welt-Down-Syndrom-Tag. Passend dazu habe ich für diese Woche drei tolle Doku-Tipps zum Thema Down-Syndrom herausgesucht und hier zusammengestellt. Die Dokus stellen in Porträts einige außergewöhnliche und beeindruckende Menschen vor und bieten einen schönen Einstieg, um sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen.
1. „Raus ins Leben. Erwachsen werden mit Behinderung“, 3sat, 2015, Länge: ca. 45 Minuten
In der Doku werden drei junge Erwachsene porträtiert und auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. Lena und Yves haben das Down-Syndrom, Florian eine Bewegungsstörung. Die drei erzählen in dem Film von ihren Wünschen und Hobbies (Lena nimmt z.B. an einer dreiwöchigen Autorallye teil), dabei werden sie auf eine sehr vorurteils- und wertfreie Weise mit der Kamera begleitet.
die Protagonist*innen werden nicht über ihre Behinderung definiert, sondern über ihre Interessen, Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit
etwas abruptes Ende (die Handlungsstränge um Yves und Florian werden am Ende nicht mehr aufgegriffen)
2. „Erwachsen werden mit Down-Syndrom“, WDR Doku, 2018, Länge: ca. 45 Minuten
Die 16-jährige Marie wurde über 10 Jahre lang mit der Kamera begleitet. Die Doku zeigt, wie das Down-Syndrom sich auf ihr Leben auswirkt, im Fokus stehen vor allem ihr Kinderwunsch und ihr Traum, Lehrerin zu werden. Trotz der sympathischen Protagonistin hat die Doku allerdings einen deprimierenden Touch, weil Maries Wünsche und Hoffnungen oft angezweifelt werden und sie einige Rückschläge erfährt.
langer Zeitraum, über den die Protagonistin begleitet wurde; Probleme, denen Marie sich ausgesetzt sieht, werden thematisiert (es wird nichts beschönigt)
vermittelt insgesamt ein eher deprimierendes Gefühl, weil oft im Fokus steht, was Marie wegen ihrer Behinderung alles nicht schaffen kann
3. „Was ich von mir weiß. Leben mit dem Down-Syndrom“, SR, 2020, Länge: ca. 45 Minuten
Diese Doku gibt einen Einblick in das Leben von drei Jugendlichen mit Down-Syndrom im Saarland. Von Anfang an wird eine positive Grundstimmung geschaffen, sodass man beim Schauen die ganze Zeit ein Lächeln auf dem Gesicht hat. Die drei Protagonist*innen vermitteln ein Gefühl von Lebensfreude, das die Einschränkungen, die sie haben, hinter den positiven Aspekten des Down-Syndroms verschwinden lässt.
geht sehr einfühlsam und liebevoll auf die drei Protagonist*innen ein, positiver Grundton
Erzählerstimme wirkt am Anfang etwas emotionslos und deshalb nicht ganz passend zu der Stimmung, die die Doku vermittelt
